Die Herbstsammlung der Diakonie in Bayern wurde in diesem Jahr in der Christuskirche in Sulzbach-Rosenberg eröffnet. Im Mittelpunkt steht dabei die Wohnungsnotfallhilfe. Dekanin Ulrike Dittmar, Diakon Tim Saborowski, der Leiter der Diakonie in Sulzbach, Heidi Ott, Fachreferentin für Wohnungslosenhilfe bei der Diakonie Bayern sowie Sandra Schumann, Vorständin der bayerischen Diakonie für den Bereich Soziales, stellten im Gottesdienst die schwierige Lage von Wohnungslosen dar. Besonders schwer trifft es Kinder und Jugendliche, die ein verlässliches Umfeld und einen ruhigen Lernort brauche, um die Schule zu schaffen.
Die Diakonie bittet alle evangelischen Christen in Bayern um Unterstützung für die Wohnungslosenhilfe. Dafür wird mit Sammelbüchsen um Unterstützung gebeten und Diakonietütchen verteilt, die man mit einer Spende gefüllt abgeben kann. Die ersten Umschläge kamen von Dittmar, Schumann, Saborowski und 3. Bürgermeisterin Yvonne Rösel – viele weitere sollen folgen.
Musikalisch wurde der Gottesdienst klangvoll von der Sulzbacher Kantorei unter der Leitung von KMD Gerd Hennecke gestaltet.
Hintergrund:
Rund 45.000 Menschen leben in Bayern in Notunterkünften und Wohnheimen, davon über 10.000 Kinder und Jugendliche. Sie leben auf engem Raum in Unsicherheit und ohne einen Rückzugsort. Grund für die immer dramatischere Wohnungsnot nicht nur in Bayern, sondern in ganz Deutschland, ist der Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Die Mieten und Nebenkosten steigen, und irgendwann reicht auch ein durchschnittliches Einkommen nicht mehr aus. Je eher von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen Hilfe finden, desto besser lässt sich helfen.
Hier setzt die Arbeit der Diakonie an. Die Beratungsstellen begleiten Menschen, wenn Mietschulden entstehen, Kündigung droht oder eine Familie bereits die Wohnung verloren hat. Das kann auch Menschen in der Mitte der Gesellschaft betreffen, wenn Arbeitslosigkeit, Trennung, Krankheit oder eine Eigenbedarfskündigung eintreten.
(Text: Corinna Groth)
Mehr Infos auf der Website der Diakonie Bayern